Vergangene Woche am Donnerstag, den 1. Mai wurde von Xovi ein großer SEO-Contest unter dem Begriff Xovilichter gestartet, bei dem es dank zahlreichen Sponsoren wirklich eine Menge Preise zu gewinnen gibt (insgesamt im Wert von 25.000 Euro). Allein für den ersten Platz winkt ein Smart im Xovi-Branding. Anlass für den Wettbewerb ist der geplante Launch der v3 der Xovi Suite am 19. Juli. Mit diesem Beitrag will ich nicht bei dem SEO-Contest teilnehmen, dazu ist auch das Ranking dieses Blog nicht stark genug – da muss man realistisch sein. Zudem nehmen wir auch schon mit unserer Seite cash4webmaster teil (Xovilichter bei cash4webmaster). Hier will ich eher allgemein auf das Thema SEO-Contest eingehen, sowie die Techniken der (besten) Teilnehmer vorstellen.
SEO-Contests gibt es schon seit vielen Jahren. Im Prinzip geht es immer darum zu einer bestimmten Zeit für einen neu-erfundenen Begriff (für den es folglich in Google bis dato
noch keine Ergebnisse gab) möglichst gut zu ranken. Ich selbst erinnere mich noch an die legendäre Homminger Gepardenforelle, für die ich damals im Jahr 2005 auch „versucht habe“ teilzunehmen, mehr oder weniger, aber dann kläglich gescheitert bin. Dennoch hatte dies etwas gutes, denn auch aus Niederlagen kann man etwas lernen: Man beschäftigte sich noch intensiver mit dem – damals für mich noch relativ frischen – Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Man betrachtete was einem selbst bessere Rankings bescherte, und vor allem wie die Konkurrenz arbeitete und somit unter den Gewinner war. Klar, damals haben noch sehr viele andere Faktoren eine Rolle gespielt, hier waren Links, welche auf die Seite gesetzt werden das A und O und Manipulationen bzw. Spam-Links haben damals auch noch deutlich besser funktioniert – oder auch Techniken wie Keyword-Stuffing, versteckt mit <div style=“display:none;“>[…] viele Keywords […]</div>.
Heute, 9 Jahre später hat sich natürlich einiges getan in der Welt von Google und es wurden zahlreiche Algorithmus bzw. Ranking Updates ausgerollt um gegen Blackhats (also Personen, die SEO-Techniken anwenden, die gegen die Google Webmaster Richtlinien verstoßen) weiter vorzugehen. Aber auch im Whitehat Bereich hat sich einiges getan. Inzwischen ist zwar die Anzahl der eingehenden Links immer noch ein sehr wichtiger Faktor, aber vor allem relevanter, sinnvoller Content sowie Social Media Signale (vor allem Google+) fließen in das Ranking ein. Neben der OffPage Optimierung ist also vor allem die OnPage Optimierung sehr wichtig geworden. Nicht ohne Grund gibt es viele Tools wie z.B. onpage.org, die sich nun genau diesem Thema widmen.
Vor allem durch den großen Andrang auf den SEO-Contest „Xovilichter“ wird es interessant sein, welche Seite im Laufe der knapp 80 verbleibenden Tage auf den ersten zwei Seiten der SEO-Rankings bleiben wird. Auf der Seite von Xovi werden die Rankings im 15 Minuten-Takt aktualisiert. Jetzt ist es natürlich spannend, die aktuellen Rankings zu verfolgen und zu rätseln welche Techniken zum guten Ranking geführt haben. Im folgenden will ich ein paar Beispiele aufzählen und beschreiben.
Ein wichtiger Faktor beim Ranking eines neuen Begriffs ist natürlich – vor allem bei einer Laufzeit des Contests von nur wenigen Wochen – die Schnelligkeit. Wer also als einer der ersten dabei ist, hat schonmal gute Chancen, da Google hier scheinbar durchaus einen Bonus gewährt.
Die Seite Dynapso setzt als Teilnehmer nicht auf übermäßig viel Content, sondern auf die Spiegelung bzw. Überwachung der aktuellen Rankings dieses Contest und sie haben dafür sogar ein eigenes Widget entwickelt, das Webseitenbetreiber kostenlos einbinden können. Natürlich auch eine clevere Idee an Backlinks zu kommen. Das Widget seht ihr unten im letzten Absatz.
Auffällig ist auch, dass inzwischen Teilnehmer gut ranken, die den Phantasie-Begriff „Xovilichter“ näher definieren und das Ganze mit einem Inhaltsverzeichnis im Stil eines Wikipedia Artikels aufbereiten. Beispiele hier und hier.
Google indiziert seit einigen Jahren auch PDFs. Zudem gelten Sie im Rahmen des Content Marketing auch als Content mit sehr relevanten Inhalt für den User. Dies mag Google natürlich und so fliest ein sinnvolles eBook sicherlich auch in das Ranking der Seite, die dieses PDF verlinkt, ein.
Viele SEOs schwören seit einiger Zeit auf diese Formel. Hier geht es darum, das optimale Verhältnis zu finden in welchem Wörter innerhalb eines Textdokuments im Verhältniss zu allen potentiellen Dokumenten gewichtet wird. Einen sehr ausführlichen Artikel dazu gibt es bei KarlKratz, eine Kurzversion zur Beschreibung der Technik findet ihr im Onpage Wiki.
Natürlich immer noch einer der – wen nicht der wichtigste Faktor bei der Off-Page Optimierung sind die Links, die auf die Seite eingehen. Nicht ohne Grund rankt Xovi.de selbst inzwischen auf Platz 1, da natürlich fast jeder Teilnehmer auf die Teilnahme Seite verlinkt. Viele andere versuchen sich über eigene Link-Netzwerke Links zu verschaffen oder auch durch Backlink-Tausch.

Stand 4. Mai 15 Uhr: Auffällig ist, dass sich die Top 5 bisher kaum verändert haben. Der First-Mover Bonus scheint hier also (noch) eine sehr große Rolle zu spielen. Ich bin gespannt über die weiteren Entwicklungen.
]]>
Affiliate Marketing Insights
Wer im Affiliate Geschäft tätig ist kommt an einem Namen nicht vorbei: Markus Kellermann. Er ist seit vielen Jahren eine bekannte Größe im Affiliate Bereich, baute bei explido das Affiliate Marketing Team auf und machte sich schließlich Anfang diesen Jahres selbständig. Er ist außerdem Veranstalter der namenhaften Affiliate Events Affiliate TactixX, der Affiliate NetworkxX + Affiliate Conference, sowie Betreiber des Blogs AffiliateBlog (ehemals affiliateboy). Sein neuster Streich ist nach Vom Job in die Freiheit das zweites Buch: Affiliate Marketing Insights. Man erkennt also schon hier, dass das Buch speziell auf Leute aus dem Affiliate Business zugeschnitten ist. Das Buch erscheint pünktlich zur Affiliate NetworkxX am 10.10.2013. Ich durfte das Buch schon vorab lesen und möchte euch meine Meinung dazu nicht vorenthalten:
Auf den ersten Blick fällt das mysteriöse Cover des Buches auf. Der Style erinnert mich lustigerweise ein wenig an eBooks zu Themen wie BlackHat SEO & Co, aber im Prinzip wird dabei genau auf das angespielt, was einem im Buch erwartet: Die Geheimnisse erfolgreicher Affiliate-Manager (so lautet der Untertitel des Buchs). Aber bevor wir hierauf näher eingehen, fangen wir an mit dem generellen Aufbau des Buches:
Nach dem Vorwort geht es direkt los mit News und Entwicklungen, die es aktuell im Affiliate Marketing gibt. Dabei stützt sich Markus auf die Eindrücke und Erkenntnisse dreier wichtiger Affiliate-Konferenzen (A4U Expo Barcelona 2012, Affiliate Summit New York 2012 sowie Affiliate TactixX München 2013). Dabei geht es in einzelnen um Themen wie das Customer Journey Tracking, Gutschein-Diskussionen, Mobile Affiliate Marketing und Big Data.
Der zweite Teil dreht sich voll und ganz um das Thema Partner-Management. Hier schildert das Buch Tipps & Erfahrungen im Bereich der Partner Akquise, Bindung und Aktivierung. Zudem werden in einem Gastbeitrag die Wirkung von Sales-Ralleys näher erläutert und hinterfragt. Den Abschluss des Kapitels bilden Empfehlungen zur Handhabung von Partner-Events, sowie man als Affiliate Manger mit dem Thema Fraud-Protection umgehen sollte.
Im dritten Teil geht es um neue Trends der Affiliate Szene. Zudem gibt Markus einen ausführlichen Überblick über die verschiedenen prominentesten Publisher Modelle. Im Detail werden hier folgende Modelle vorgestellt: Die drei „bekannten“ Gutschein-, Postview-, Re-Targeting Publisher sowie eher neuere Formen wie Realtime-Bidding Publisher und Social Media & Mobile Affiliates. Es folgen zwei ausführliche Unterkapitel zum „heißen“ Thema Customer Journey Tracking. Zwei große Advertiser setzen diese Art des Trackings bereits ein und lassen die Erkenntnisse bereits in die Provisionsstruktur einfliessen: OTTO und DocMorris. Beide stehen in einem umfangreichen Interview zur Verfügung und erzählen ihre Erfahrungen zum Customer Journey aus Advertiser-Sicht, gehen dabei aber auch auf erstes Feedback von Publishern ein. Hier darf man soviel verraten, dass natürlich in erster Linie Gutschein-Publisher darunter leiden, da sie oft nur der letzte Kontakt sind. Dies deckt zwar meistens den größten Kuchen der Provision ab, dennoch sind hier Verluste zu verzeichnen. Diesem Thema folgt dann ein sehr interessanter Abschnitt rund um das Thema Cookies allgemein und speziell im Affiliate Marketing. Hier gibt es ja durchaus einiges an Bewegung und Weiterentwicklungen aufgrund von Datenschutz-Richtlinien. Markus gibt dabei einen kurzen Überblick über verschiedene Techniken bevor Jens Altmann aus technischer Sicht noch vertiefter ins Thema geht. Spannend!
Gut die Hälfte des restlichen Buches besteht fortan aus interessanten Interviews mit Affiliate-Experten verschiedener Agenturen (icrossing, explido, sunnysales & Co) und InHouse Affiliate Managern (Jörg von auxmoney), sowie bekannten Affiliate-Gurus (Uli Bartholomäus, Andre Alpar, Karsten Windfelder und viele mehr). Die Interviews mit den Affiliate-Experten sind dabei immer nach dem gleichen Frage-Schema aufgebaut. So ist es trotz immer der gleichen Fragen wirklich wirklich spannend zu lesen, wer auf was Fokus legt und wer welche Tipps gibt. Hier wird deutlich, dass der Beruf des Affiliate Managers kein Einheitsbrei ist, sondern fesseln & sehr vielseitig ist. Dieser praktische Teil des Buches gefällt mir besonders gut.
Fazit: Das Buch wirbt mit Affiliate Marketing Insights, die in „anderen Büchern zum Thema Affiliate Marketing so nicht zu finden sind“. Und nach dem Lesen muss ich sagen: Es stimmt! Ein rundum gelungenes Buch, welches ich jedem empfehlen kann, der im Affiliate-Business unterwegs ist. Es ist sehr aktuell gehalten und geht auf die aktuellen Bedürfnisse und Geschehnisse im Affiliate-Marketing ein wie z.B. mit kurzen Zusammenfassungen vergangener wichtigen Affiliate Konferenzen oder technischen Entwicklungen (Cookie-Tracking Alternativen). Zudem punktet es durch wirklich interessante Interviews mit zahlreichen Größen des Affiliate-Business, sowie Interviews mit verschiedenen erfolgreichen Affiliate Managern. Der Vorteil der Aktualität des Buches ist natürlich Zugleich ein Nachteil: Das Buch kann nicht als Nachschlagwerk dienen und wird somit in den nächsten Jahren automatisch an Attraktivität verlieren. Von mir gibt es aber insgesamt eine klare Kauf-Empfehlung und ich bin deswegen jetzt schon auf Teil 2 gespannt, der ja scheinbar – so liest man – schon in der Mache ist 
Der Vollständigkeit halber würde ich aber auch noch unbedingt den Hinweis geben, dass dieses Buch wirklich nur für Leute geschrieben ist, die bereits im Affiliate Marketing tätig sind. Einsteiger sollten mit anderen Büchern anfangen, denn ein gewisses Grundverständnis sowie Bekanntheit von Begrifflichkeiten wird hier vorausgesetzt.
Affiliate Marketing Insights von Markus Kellermann für 24,90 € bei Amazon bestellen!
]]>Meine ersten Erfahrungen machte ich mit dem eBay Partnerprogramm als es noch bei affili.net integriert war (vor 2009). Dort gab es einen Festen Pay-per-Click Preis von 0,15 Euro soweit ich mich erinnern kann. In der damaligen Zeit ein netter Verdienst, den man gut skalieren konnte und mit dem man zusätzlich gut rechnen konnte. Die Werbemittel waren mit dem eBay Relevance Ad für diese Zeit auch recht innovativ. Irgendwann wurde das Partnerprogramm auf eine eigene Plattform übertragen und dort dann ein neues Preismodell eingeführt: Das sog. „Quality Click Pricing„. Diese Art des Preismodells erntete bis heute viel Kritik, meiner Meinung nach durchaus auch zu recht. Denn mit dem QCP wurde zwar weiterhin für jeden Klick bezahlt, dennoch wusste niemand so genau, wie sich denn jetzt der Klickpreis genau errechnete. eBay gab nur bekannt, dass sich der EPC (Earnings per Click) anhand der Qualität des Traffic berechnet. Also im Endeffekt steht hier eine Formel dahinter, die sich aus verschiedenen Qualitäts-Faktoren (Quote Sofort-Kaufen, Häufigkeit Gebotsabgabes usw..) errechnet. Doch die genaue Formel hat man bis heute nicht bekannt gegeben. Hier fehlt mir eindeutig die Transparenz. Vom Verdienst kann man wohl keine pauschale Aussage treffen. In meinem Fall des Gutschein-Publishing war es Anfangs durchaus eine gute Verbesserung und so konnte man auch Klickpreise von 0,50€ im Durchschnitt erzeugen. Langfristig ist die Berechnung des EPC aber deutlich gesunken und durch die fehlende Transparenz wusste man nie so genau warum. Das soll sich mit dem neuen Modell nun ändern:
Das neue Modell wird nun endgültig am 1. Oktober online gehen. Viele Publisher haben sich nach mehr Transparenz und somit mehr Möglichkeiten zur Optimierung gesehnt. Das ist selbst an eBay nicht vorbei gegangen und dem Wunsch wollen sie nun gerecht werden. Das Preismodell basiert nun an einer prozentualen Beteiligung, wie es im Affiliate Geschäft üblich ist (Pay-per-Sale). Dabei wird der Publisher je nach Kategorie zu verschiedenen Prozentsätzen am „Gewinn“ von eBay beteiligt.
Derzeit sind diese in Europa so gestaffelt:
Doch von welchem anteiligen Gewinn reden wir eigentlich? Es handelt sich um die Spalte „Gewinn aus Höchstgeboten“, die es bereits seit QPC in der Statistik gibt.
Zusätzlich gibt es einen interessanten „Boni“ für reaktivierte Käufer (12 Monate keinen Kauf) bzw. eBay Neukunden. Für jede solch vermittelte Transaktion bekommt man einen Bonus von 200% auf die ursprüngliche Provision. Ebenfalls wird die Cookie-Laufzeit für Auktionen von 7 auf 10 Tagen erhöht.
Bei unserem neuen Preismodell werden wir sowohl „Sofort-Kaufen“-Artikel als auch Artikel mit Gebotsabgabe anders als bisher verfolgen. Bei „Sofort-Kaufen“-Artikeln erhalten Sie eine Provision, wenn der Nutzer den Kauf innerhalb von 24 Stunden abschließt. Bei Abgabe eines Gebots (das am Ende der Auktion nicht unbedingt das Höchstgebot sein muss) innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Klick verlängern wir den Zeitraum, in dem Sie für die Zuführung des höchsten Gebots entlohnt werden, von 7 auf 10 Tage, d.h. auf die maximale Dauer einer Auktion.
Verdient eBay durch eine erfolgreich-gewonne Auktion im Bereich Fashion also z.B. 2 Euro, bekommt der Publisher in diesem Fall davon 80%, also 1,6 €. Handelt es sich noch um eine Transaktion eines Neukunden, bekommt man als Bonus nochmals 3,2€ on top. An dieser Berechnung sieht man bereits, dass die Einnahmen also nun sehr abhängig von der Wertigkeit der verkauften Produkte abhängt. Je höher der Artikelpreis, desto Höher der „Gewinn aus Höchstgeboten“ von eBay, desto höher die Provision für den Publisher.
Eine pauschale Aussage darüber zu treffen, ob man mit diesem Modell nun mehr oder weniger verdient als vorher ist eigentlich nicht möglich. Zu viele Faktoren spielen hier eine Rolle. Doch die verbesserte Transparenz muss man loben, denn theoretisch kann man jetzt sehen, wie sich die Einnahmen berechnen, also z.B. aus welcher Kategorie sie in welcher Höhe kommen. Das Ganze kann man dann natürlich noch auf Kampagnenebene runterbrechen. Je nach Ausrichtung der Publisher können dies natürlich wichtige Hinweise zur Optimierung sein. Wie bereits im Artikel oben erwähnt, dürften die Verlierer Content-Seiten sein, die auf niedrig-Preis Artikel verlinken, bei denen eBay wohl eine sehr geringe „Gewinn aus Höchstgeboten“ Marge hat. Die Gewinner sind Seiten aus dem Bereich der Kategorien mit hohen Prozentsätzen, sowie höher-preisigen Artikel. Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze entwickelt.
Was ist eure Erfahrungen zum eBay Partnerprogramm und im speziellen eure Meinung zum neuen Preismodell? Ich freue mich über Kommentare!
]]>ich werde versuchen den Blog ab Juli 2013 wieder aufleben zu lassen. Nach einem kleinen Relaunch des Themes wird es in diesem Blog künftig über Themen rund um’s Online Marketing gehen. Prio Themen werden Affiliate Marketing, mobile Marketing und WordPress sein.
Ich würde mich freuen euch hier bald wieder zu sehen!
Viele Grüße
Adrian
]]>